neue Meldung von Apple

Laut einer Nachrichtenmeldung, will Apple ab 2020 auf eigene Prozessoren für Laptops setzen >> Quelle

Wenn man in die Vergangenheit schaut, hat Apple folgende Prozessoren eingesetzt

  • 1994 - 1996      MOTOROLA >> POWER PC
  • 2006 - 2007      POWER PC >> INTEL
  • 2020 -           Apple mit eigenen Prozessoren

Steve Jobs nannte es in der damaligen Vorstellung bei der WWDC 2005 TRANSITION! Diese Entscheidung ist sicherlich schon lange in den Köpfen von Managern bei Apple, sich unabhängig von Intel zu machen. Aber ist dieser Schritt wirklich schlau?? Ich sehe es etwas kritisch. Zwar hat der Umstieg auf Intel der Firma Apple einen richtigen Schub gegeben, nur passiert dies auch mit der neuen Idee?

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Mac: Thema Sicherheit unter der Lupe

„OS X ist sicher“, so lautet der einhellige Tenor von Apple-Nutzern rund um den Globus. Im Vergleich zu Windows aus dem Hause Microsoft kann man diese Aussage eigentlich sofort unterschreiben, denn die Gefährdungslage ist relativ gering. So verwundert es auch nicht, dass selbst von offizieller Stelle, nämlich vom BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik), aktuell kein Virenscanner für Mac-Computer für nötig gehalten wird. Ganz so einfach wollen wir es uns jedoch nicht machen, es gibt durchaus Gefahren, die im Internet lauern und vor denen selbst OS X seine Nutzer nicht schützen kann.

1. Malwarebedrohungen
• OS X
Windows-Nutzer wissen, dass es für das Betriebssystem aus dem Hause Microsoft abertausende Malwareprogramme gibt. Die Mac-Virenscanner von Kaspersky und Norton kennen kaum mehr als 60 verschiedene Schädlinge. Wovon ca. 40 für das aktuelle Betriebssystem OS X gefährlich sind. Dass OS X jedoch nicht unangreifbar ist, zeigt der „Goto-Fail“-Bug. Die SSL/TLS-Sicherheitslücke, die Anfang des Jahres für Schlagzeilen sorgte, erlaubte es Cyberkriminellen verschlüsselte Daten abzugreifen. Die Informationspolitik vonseiten des Apple Konzerns erwies sich in diesem Fall als spärlich, das nötige Sicherheitsupdate lies zudem erstaunlich lange auf sich warten. Insgesamt sind die Patchzyklen bei Apple zumindest bisher länger als bei Windows. Unter Umständen kann hier ein Sicherheitsprogramm kurzfristig sicherheitsrelevante Lücken schneller schließen. Es bleibt abzuwarten, wie schnell Apple Updates herausbringen kann, sollte die Anzahl der Attacken weiter zunehmen.

• Fremdprogramme
Die größte Gefahr für Malware geht bei OS X von Fremdprogrammen aus. Besonders Flash und Java waren in der Vergangenheit häufig Ziel von Malwareangriffen. Daneben können Programme gefährlich sein, die außerhalb des offiziellen App Stores geladen werden. Unerfahrene Nutzer sollten darauf achten, dass in den Sicherheitseinstellungen von OS X nur der Download von Apps aus dem Mac App Store oder von verifizierten Entwicklern erlaubt ist. Zudem ist es sinnvoll, auch Fremdprogramme wie Mac Office, Adobe Reader, Adobe Flash oder Java stets aktuell zu halten und regelmäßig Softwareaktualisierungen durchzuführen.

2. Internetbedrohungen
Um Opfer von Cyberkriminalität zu werden, muss der Computer nicht zwingend mit Malware infiziert sein. Phishing-Angriffe erfolgen in der Regel über gefälschte E-Mails oder Webseiten. Die Zeiten, in denen es sich dabei um schlecht gemachte Fälschungen mit vielen Fehlern handelte sind lange vorbei. In der Regel sind es heutzutage perfekte Fälschungen von den Original-Webseiten oder E-Mails. Nutzer werden auf diesen Seiten aufgefordert, Passwörter, Bank- oder Kreditkartendaten einzugeben. Der illegale Zweck lässt sich in der Regel nur an HTML- oder E-Mail-Adressen erkennen. Diese Angriffe lassen sich mit keinem Betriebssystem der Welt unterbinden. Hier kann ein gutes Sicherheitsprogramm Abhilfe schaffen. Den besten Schutz bietet in diesem Fall allerdings der gesunde Menschenverstand, viele Gefahren lassen sich häufig im Vorfeld erkennen. Ist man sich unsicher, solle man die Eingabe von sensiblen Daten auf unbekannten Webseiten unterlassen.

3. Kontakte infizieren
Die Malwarebedrohungen mit dem Ziel OS X halten sich in Grenzen. Aufgrund der komplett anderen Systemstruktur ist Windows-Malware für OS X in der Regel vollkommen ungefährlich. Nichtsdestotrotz kann der eigenen Mac-Computer zur Windowsvirenschleuder werden. In der Regel sind in der Kontaktliste von Mac-Usern unzählige Bekannte, Freunde, Verwandte oder Arbeitskollegen, die einen Windows-Computer nutzen. Der Großteil der Mac Sicherheitsprogramme entfernt neben Mac-Malware auch Trojaner, Viren und Würmer für Windows. Besonders für Business-Anwender kann es somit sinnvoll sein, sich einen Mac Virenschutz zu installieren, um nicht ständig Windows Malware per E-Mail zu versenden und Kontakte versehentlich zu infizieren.

4. Besondere Zielgruppen und Anforderungen
Es gibt durchaus Bereiche, in denen ein Sicherheitsprogramm aus rechtlichen Gründen sinnvoll sein kann. Behörden, öffentliche Einrichtungen oder auch Firmen können und sollten sich in jeden Fall ein Sicherheitsprogramm installieren. Auch für Anfänger oder Umsteiger kann es sinnvoll sein, sich ein Sicherheitsprogramm zu installieren, bis man sich vollständig mit dem neuen Betriebssystem zurechtgefunden hat.

Daneben bieten die meisten Sicherheitsprogramme erweiterte Funktionen, die OS X so komfortabel nicht anbietet. Zu erwähnen ist hier zum Beispiel eine virtuelle Tastatur mithilfe derer sensible Daten wie Kennwörter, Bankinformationen oder Anmeldedaten nicht über die Tastatur eingeben werden müssen. So schützt man sich zuverlässig vor Keyloggern oder Identitätsdieben. Eine andere Funktion kann eine Kindersicherung sein, die den Internetzugang bzw. die Computernutzung einschränkt und überwacht.

5. Zukunftsaussichten
Der Marktanteil von OS X ist in den letzten fünf Jahren von ca. 3,5 Prozent auf über acht Prozent gestiegen. Mit steigender Beliebtheit bei den Nutzern steigt aber ebenso das Interesse der Cyberkriminellen, das Betriebssystem zu knacken. Apple User gelten zudem als eine der solventesten Nutzergruppen überhaupt. So geben iOS-Nutzer im Schnitt das Doppelte von dem aus, was Android-Nutzer in Apps investieren. Jeder, der schon einmal ein Apple Produkt erworben hat, dürfte gemerkt haben, dass sich Apple was den Preis betrifft, unbestritten im Premium-Segment bewegt. Kunden, die die Marke mit dem Apfel verwenden, dürften also grundsätzlich mehr Geld zur Verfügung haben. Dieses Argument sollte auch den Kriminellen nicht entgangen sein. So kann man durchaus davon ausgehen, dass zukünftig vermehrt Attacken auf OS X erfolgen werden.

6. Vernetzungsgefahr
Die Applewelt ist relativ restriktiv und in sich geschlossen. Wer jedoch ein Apple Produkt besitzt, nutzt häufig auch andere Apple Geräte der unterschiedlichsten Gerätekategorien. Der Vorteil besteht darin, dass alle durch die Cloud miteinander verbunden sind und somit stets aktuell und miteinander synchronisiert sind. Wer es sich leisten kann, hat somit neben iMac und/oder Macbook auch ein iPhone, iPad und Apple TV am Fernseher stehen. Beim Befall eines der Geräte besteht somit die akute Gefahr, dass sämtliche Daten und Passwörter, die auf allen Geräten gespeichert wurden, auch gefährdet sind. Zumindest im Moment ist die Gefahr sich mobil zu infizieren jedoch noch relativ gering. Für das mobile Betriebssystem iOS ist bisher noch keine relevante Malware aufgetaucht.

7. Sicherheitsfunktionen nutzen
Viele Sicherheitsfunktionen sind in OS X oder iOS von Haus aus mit integriert. Häufig werden sie von Nutzern jedoch aus Unkenntnis nicht aktiviert. Nutzer von mobilen Endgeräten sollten in jedem Fall darauf achten, dass sie ein Kennwort zur Aktivierung des Gerätes vergeben. Die automatische Anmeldung ist auf Mac-Computern im Idealfall deaktiviert und zumindest als Administrator sollte man auf keinen Fall ein „leeres“ Kennwort nutzen. In den Sicherheitsfunktionen von OS X ist zudem eine Datenverschlüsselung und eine Firewall mit integriert. Nutzer müssen diese Schutzfunktionen lediglich aktivieren und nutzen.

Autor: Timm Hendrich von Netzsieger.

Quelle: www.macgadget.de